Neuer SZ-Beitrag über die Ostpreußenschule
Die Probleme mit der Ostpreußenschule und hier insbesondere mit dem Hausmeister hören nicht auf. Nur einen Tag nach dem SZ-Beitrag (4./5. Dezember 2010) gab es schon wieder Probleme mit dem Hausmeister. In der Süddeutschen Zeitung vom 23. Dezember 2010, in der Rubrik STADT UND LANDKREIS, Seite R9, findet sich darüber ein Artikel.
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Streit an Ostpreußenschule eskaliert
Stadtrat bittet Schulreferat um Klärung -Insider bezeichnen den Hausmeister als schwierig im Umgang mit fremden Nutzern
Von Nicole Graner und Ulrike Steinbacher
Englschalking -Der Streit an der Ostpreußenschule in Englschalking zwischen dem Hausmeister und dem TSV München Nord-Ost hat die Politik erreicht. Seit 2008 geraten der Hausmeister und Mitglieder des Vereins immer wieder aneinander. Die Sportler fühlen sich von dem Mann gegängelt und schlecht behandelt. Er selbst will zu den Vorwürfen nichts sagen, beklagt aber seinerseits, dass die Vereine sich nicht an die Hallennutzungsordnung halten. Im November eskalierte die Auseinandersetzung, weil der Verein, der in der Schule seit Jahrzehnten Sportstunden für Kinder und Erwachsene organisiert, sich durch neue Belegungspläne zunehmend aus der Turnhalle verdrängt sieht. Rektorin Angelika Fuchs sagte der Süddeutschen Zeitung, sie wolle die Situation intern klären.
Nur einen Tag nach einem SZ-Bericht über den Streit verschärfte sich die Lage offenbar. Zur Gymnastik-Stunde war die Turnhalle eiskalt. Als der Hausmeister davon unterrichtet wurde, erklärte er zunächst, er könne die Temperatur nicht
regeln. Später gelang ihm das offenbar doch. Außerdem, sagt Michael Kronthaler, ehemaliger Vorsitzender des Vereins München Nord-Ost, sei der Nebenraum abgesperrt gewesen, in dem die Gymnastikbälle liegen. Der Hausmeister habe um 18.50 Uhr aufgesperrt. Die Stundebegann aber um 18.30 Uhr.
Auch eine Kursleiterin der "Schule der Phantasie" beschwert sich.
"Da herrscht ein Ton, der sich gewaschen hat."
Fünf Jahre lang war sie mit 15 Kindern in einem ehemaligen Klassenzimmer untergebracht. Irgendwann, sagt sie, hätten sie gar nichts mehr gedurft, seien oft vom Hausmeister angegangen worden. "Da herrscht ein Ton, der sich gewaschen hat", sagt die Leiterin, die nicht namentlich genannt werden möchte. "Ich wurde regelrecht rausgemobbt." Seit zwei Jahren unterrichtet sie woanders.
Generell sei der Hausmeister schwierig im Umgang mit schulfremden Nutzern der Gebäude, sagen Insider und berichten von abgeschlossenen Türen, Vorhaltungen wegen Nichtigkeiten und einem allgemein rüden Umgangston. Auch mit der Freiwilligen Feuerwehr München, deren Englschalkinger Gerätehaus in einem Flügel der Schule untergebracht ist, habe es schon Ärger gegeben.
In der Dezember-Sitzung des Bezirksauschusses berichtete Paula Sippl (Grüne), die Vorsitzende des Unterausschusses Soziales, Bildung, Sport, dass die Schulleitung Eigenbedarf für die Turnhalle angemeldet habe. Dem Verein sei als Ersatz die Kleinsporthalle angeboten worden, er habe aber abgelehnt. "Das ist richtig", bestätigt Kronthaler. Aber es handle sich um eine Gymnastikhalle, in der man keine Geräte fürs Kinderturnen aufstellen könne. Sippl bot an, in dem Konflikt zu vermitteln.
Darin sieht ihr BA-Kollege, Stadtrat Robert Brannekämper (CSU), an den sich der Sportverein mit der Bitte um Hilfe gewandt hat, kein geeignetes Mittel. Es sei Sache des Dienstherm, auf einen Mitarbeiter einzuwirken, wenn der sich im Ton vergreife. "Wenn das nicht passiert, muss man Konsequenzen ziehen", sagte Brannekämper. Am Montag bat er Stadtschulrat Rainer Schweppe, die Sache zu klären. Bis Mittwoch blieben seine Faxe und Anrufe aber unbeantwortet, was den Stadtrat erzürnte. "Ich erwarte schon, dass die in die Gänge kommen."
"Das werden wir auch gerne versuchen. Aber so schnell geht das halt auch nicht. Es gibt in München 300 belegende Vereine und 600 weitere Organisationen bei 450 Sporthalleneinheiten.
Verwaltung will Stellungnahmen der Beteiligten anfordern.
Zudem ist Stadtschulrat Schweppe im Urlaub", erklärt Eva-Maria Volland vom Referat für Bildung und Sport. Schweppes Stellvertreter, Josef Tress, werde sich mit Brannekämper in Verbindung setzen, das Schul1referat werde Stellungnahmen von Verein und Schule anfordern. "Die Schulleitung sollte aber mehr als bisher vermitteln",sagt Volland und ergänzt, das Referat werde im Januar zu einem Gespräch mit allen Beteiligten einladen.